Die letzten Fischer Gothmunds

In dem kleinen Lübecker Stadtteil Gothmund scheint die Zeit stehen geblieben. Hier findet man die letzten Fischer Lübecks. Während andere Fischer überall im Land aufgrund strenger Fangquoten mit dem Überleben kämpfen, gelten für die Fischer Gothmunds uralte autonome Fangrechte auf der Trave.

Rund um die Uhr wird die Trave befischt. Jeweils zwei Boote fahren gemeinsam raus, ziehen ein Netz zwischen sich und kesseln so die Fische ein. Bis zu sechs solcher „Hols“ gibt es pro Nacht, die Fische werden direkt an Bord ausgewählt und vorsortiert. Diese Art der Fischerei ist zwar mühselig, kommt aber fast ohne unnötigen Beifang aus. So kümmern sich die Fischer wie nebenbei um die Ökologie der Trave.

Thomas und Bernd kennen sich seit vielen Jahren, schon ihre Väter fuhren gemeinsam zur See.